So unentbehrlich wie ein guter Bürostuhl ist ein guter Schreibtisch. Damit Sie wissen, woran man sitzt, haben wir sechs Tipps für den richtigen Büroschreibtisch für Sie zusammengestellt.
DESIGN-IKONEN Ikonographie „Made in Germany“:
von admin
26. Januar 2012
An wegweisendem Design aus Deutschland herrscht kein Mangel. Im Gegenteil. Vergangene Traditionen wie das Bauhaus werden in die Gegenwart überführt, und jüngere Designer tragen ihren Teil zur modernen Möbelgestaltung bei. Motto: Vielfalt statt Einfalt. Unsere Liste zeigt eine kleine Auswahl älterer und neuerer Designer und Entwürfe, die allesamt stilprägend waren oder sind und dem Design „Made in Germany“ zu seinem hervorragenden Ruf verholfen haben.
Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) ist der Grandseigneur des Funktionalismus. Seine Bauten aus Stahl und Glas – etwa das Seagram Building in New York oder die Berliner Nationalgalerie – sind Wegmarken moderner Architektur. Van der Rohes legendäre Möbelentwürfe entstanden als „Nebenprodukt“ seiner Bauaufträge.
Barcelona Chair für Knoll International
Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) zählt zu den Pionieren des Industriedesigns. Der spätere Bauhausschüler absolvierte zunächst eine Lehre im Zeichenbüro der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte zwischen 1919 und 1922 die Zeichenakademie in Hanau. Für Wagenfeld stand nie „seine“ Entwurfsidee, sondern der Nutzen für den Käufer im Mittelpunkt. Seine überaus langlebigen Produkte sind zu Design-Klassikern avanciert.
WG24 für Tecnolumen
Marcel Breuer (1902-1981), Architekt und Designer, absolvierte eine Tischlerlehre am Bauhaus Weimar und arbeitete für Walter Gropius, bevor er sich selbstständig machte. Seine Stahlrohrmöbel und seine funktionalistischen architektonischen Arbeiten machen ihn zu einem der bedeutendsten Gestalter der Moderne.
S 64 für Thonet
Egon Eiermann (1904-1970) gilt als wichtiger Architekt der bundesdeutschen Nachkriegsmoderne – vor allem durch den Neubau der Berliner Gedächtniskirche und das Bonner Abgeordnetenhochhaus („Langer Eugen“). In diesem Kontext sind auch viele seiner Möbelentwürfe aus Sperrholz und Korbgeflecht.
SE 18 für Wilde + Spieth
Dieter Rams (*1932) studierte Architektur und Innenarchitektur an der Werkkunstschule Wiesbaden. Von 1961 bis 1991 ist er Chefdesigner bei Braun und entwirft zahlreiche Elektrogeräte, die heute zu Klassikern geworden sind. Rams revolutionierte das deutsche Produktdesign. Durch seine Arbeiten, Lehraufträge und durch seine „Zehn Regeln für gutes Design“ ist sein Einfluss bis heute ungebrochen.
606 für sdr+
Richard Sapper (*1932) studierte Philosophie, Grafik, Ingenieurwesen und Volkswirtschaft und ging 1958 nach Italien, wo er die Designszene 40 Jahre lang prägte. Sein Œuvre reicht von Möbeln über Unterhaltungselektronik bis zu Haushaltsgeräten. Neben verschiedenen Lehrtätigkeiten ist Sapper seit 2001 Mitglied der Akademie der Künste.
Tizio für Artemide
Axel Kufus (*1958) fertigte in den 1980er-Jahren experimentelle Objektcollagen und galt deshalb lange Zeit als „Enfant Terrible“ der deutschen Designszene. Der Schreiner mit Meisterbrief und studierte Designer ist heute Professor an der Universität der Künste Berlin und lehrt „Entwerfen und Entwickeln im Design“.
FNP für Nils Holger Moormann
Konstantin Grcic (*1965) studierte Industriedesign am Londoner Royal College of Art und arbeitete für Jasper Morisson. 1991 gründete er sein Büro in einem Hinterhof in München, das bis heute zugleich Atelier und Werkstatt ist. Sein Credo: einfach, wesentlich, eigensinnig. Dessen Umsetzung in Produkte macht ihn zu einem der einflussreichsten zeitgenössischen Designer aus Deutschland.
Chair One für Magis
Markus Jehs (*1965) und Jürgen Laub (*1964) lernten sich bei der Aufnahmeprüfung der Hochschule Schwäbisch Gmünd für den Studiengang Industriedesign kennen. Nach bestandenem Diplom gründeten sie 1994 ihr eigenes Studio in Stuttgart und entwerfen seither unter dem Namen Jehs + Laub u.a. Leuchten und Möbel für verschiedene Hersteller. Ihre Entwürfe zeichnen sich durch Funktionalität, Klarheit und fantasievollen Materialeinsatz aus.
Space Lounge Chair für Fritz Hansen
Stefan Diez (*1971), der Senkrechtstarter der deutschen Designszene, studierte Industriedesign an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zwischen 1996 und 2002 war er zunächst Assistent von Richard Sapper, später von Konstantin Grcic, bevor er 2003 sein eigenes Büro eröffnete. Zahlreiche Preise und Ausstellungen begründeten sein internationales Renommee.
404 für Thonet

Office Ergonomie am Arbeitsplatz: Der Schreibtisch
von admin
Der beste Partner für einen guten Stuhl ist ein guter Tisch. Das gilt vor allem im Büro, denn hier verbringen viele von uns nicht nur die meiste Zeit des Tages, sondern tun dies auch in relativ starrer Haltung. Umso wichtiger ist ein Schreibtisch, der die Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz erfüllt. Ein Tisch, der zu einem festen Bestandteil der Büroumgebung wird und dabei so flexibel ist, dass er zu gesunder Bewegung und produktiver Kommunikation animiert – und der sich wechselnden Anforderungen anpassen kann. Mit unseren sechs Tipps möchten wir Ihnen ein paar Anregungen geben, die Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Schreibtisch helfen sollen.
Richtige Höhe?
Wie hoch der Schreibtisch sein muss, hängt von der Höhe des Schreibtischstuhls und der Größe der sitzenden Person ab. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt bei nicht höhenverstellbaren Tischen eine Höhe von 72 Zentimetern – ein Mittelwert, der zwar für einen Großteil der Bevölkerung passt, aber eben keine Möglichkeit der Individualisierung bietet. Deutlich besser geeignet sind deshalb höhenverstellbare Tische. Denn auch unterm Tisch sollte genügend Platz sein, um mal die Beine ausstrecken zu können. Insgesamt gilt die Faustregel: Wenn die Unterarme bei geradem Rücken und ohne angezogene Schultern im rechten Winkel entspannt auf der Tischplatte abgelegt werden können, ist die Höhe richtig.
Sitzen oder Stehen?
Verschiedene Studien der letzten Jahre haben gezeigt: Zur Prävention von Muskel- und Skelett-Erkrankungen sind extrem höhenverstellbare Schreibtische sinnvoll, die sich im Sitzen und im Stehen nutzen lassen. Wer also nicht den ganzen Tag auf seinem Stuhl verbringt, sondern auch abseits der Pausen ein bisschen in Bewegung bleibt, kann Rückenleiden vorbeugen. Der Höhenverstellbereich des Tisches sollte laut BAuA mindestens zwischen 68 und 118 Zentimetern liegen. Eine Steh-Sitzdynamik lässt sich auch mit einem zusätzlichen Stehpult realisieren. Aber Vorsicht: Oft werden diese nach kurzer Zeit als zusätzliche Ablagefläche benutzt.
Alles im Griff?
Die Tischplatte bietet ausreichend Platz, um die wichtigsten Dinge wie Maus, Tastatur oder Telefon immer griffbereit zu haben – idealerweise sind sie ca. 40 Zentimeter vom Tischrand entfernt. Für einen ausreichenden Abstand zum Bildschirm sollte die Tiefe mindestens 70 Zentimeter betragen. Und: Nicht alles muss auf dem Schreibtisch liegen. Bücher, Ordner und Co. können ruhig ins Regal und bei Bedarf hervorgeholt werden. Das schafft nötige Freiräume, während gleichzeitig ein bisschen Bewegung in den Arbeitsalltag integriert wird.
Wohin mit dem Kabelsalat?
Mit Netzteilen für PC/Laptop, Telefon, Smartphone oder Tischleuchten kommen heutzutage schnell eine Menge Stecker und Kabel zusammen. Das sieht nicht nur höchst unästhetisch und sehr provisorisch aus, sondern kann sich auch zu einer echten Stolperfalle entwickeln. Vor allem dann, wenn mehrere Arbeitsplätze zusammengeschlossen sind. Mit integrierten Kabelschächten oder versenkbaren Flächen bieten viele moderne Schreibtischlösungen die Möglichkeit, den Kabelsalat auf diskrete Weise verschwinden zu lassen.
Wie sieht’s aus?
Ästhetik und Funktionalität sollten sich insbesondere bei Büromöbeln ergänzen. Das gilt natürlich auch für den Schreibtisch. Bequem und produktiv? Ja bitte! Aber auch optisch sollte der Schreibtisch eine gute Figur machen und zum Rest des Büros passen. Zum Glück lassen sich Größe, Ausstattung, Oberflächen oder Farben bei vielen Schreibtischen individuell konfigurieren.
Und was ist mit Tests?
Das wichtigste am Schluss: Wer über einen neuen Schreibtisch nachdenkt, sollte sich vor allem ausführlich von einem Fachmann beraten lassen. Nur so können individuelle Wünsche ausreichend berücksichtigt werden. Vor der Entscheidung sollten Sie unbedingt mehrere Modelle ausprobieren und miteinander vergleichen. Machen Sie den Live-Test und überprüfen Sie Ihren Wunschschreibtisch direkt am Arbeitsplatz auf Herz und Nieren. Seydlitz hilft Ihnen gern dabei.
Mehr zum Thema „Ergonomie im Büro und Zuhause“ finden Sie in der gleichnamigen Broschüre, welche Sie bei uns kostenlos bestellen können.
ArchiMeda Einfach und ergonomisch durchdacht: Der elektrisch höhenverstellbare ArchiMeda von Vitra (Design: Alberto Meda) bringt den gesunden Wechsel von Sitzen und Stehen ins Chefbüro – und eignet sich auch als Besprechungstisch.
LO Choice
Gute Wahl: Die Arbeits- und Besprechungstische „LO Choice“ von Lista Office (Design: greutmann bolzern) sorgen für Ergonomie auf höchstem Niveau. Erhältlich in diversen Ausführungen – mit oder ohne stufenlose Höhenverstellung – erfüllen sie die Anforderungen an ein modernes Büro.
HS2 PR (Bild ganz oben)
Von Montana: Fürs Büro und den Heimarbeitsplatz entwarfen Peter J. Lassen und Joakim Lassen – Vater und Sohn – gemeinsam diesen elektrisch höhenverstellbaren Arbeitstisch. Der HS2 PR erfüllt die Anforderungen der EU und des Arbeitsaufsichtsamtes an einen flexiblen und ergonomischen Arbeitsplatz – erhältlich in verschiedenen Ausführungen.