Deutsches Design war und ist einflussreich und stilprägend – und viel mehr als Bauhaus. Von L. Mies van der Rohe bis Stefan Dietz zeigen wir Ihnen, warum.
So unentbehrlich wie ein guter Bürostuhl ist ein guter Schreibtisch. Damit Sie wissen, woran man sitzt, haben wir sechs Tipps für den richtigen Büroschreibtisch für Sie zusammengestellt.
Grüsse aus Mailand
von admin
7. Mai 2012
Schon wieder ist ein Jahr vergangen – gut für Sie! Denn die wichtigste Möbelmesse der Welt – die iSaloni Milano – öffnete erneut ihre Türen. Zwischen dem 17. und 22. April konnten sich unsere CI-Trendscouts endlich wieder auf die Suche nach exklusiven Fundstücken machen. Was dabei Spannendes raus kam, möchten wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten.


SWING von Paola Lenti, Design: Edward van Vliet

GORDON ECKVARIANTE von Walter Knoll, Design: EOOS

FEDRO von Dedon, Design: Lorenza Bozzoli

HEMP von Moroso, Design: Werner Aisslinger

PAUL und PAULA von Nils Holger Moormann, Design: Matthias Ferwagner

FIN LIGHT von Tom Dixon

RIMINI von Driade, Design: Fredrikson Stallard

SPONGE GOLD von Edra, Design: Peter Traag

STIJL von Richard Lampert, Design: Alexander Seifried

MAHARAM POLDER von Vitra, Design Hella Jongerius

KOBI von Alias, Design: Patrick Norguet

THEO von B&B Italia

LA MISE von Cassina, Design: Luca Nichetto
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BELL COFFEE TABLE von ClassiCon, Design: Sebastian Herkner

DAYTIME von Flexform

MINUSCULE von Fritz Hansen, Design: Cecilie Manz

MASTERS von Kartell, Design: Philippe Starck

INMOTION von MDF Italia, Design: Neuland Industriedesign

ALTDEUTSCHE BLANKET CHEST von Moooi, Design: Studio Job

405 PF von Thonet, Design: Stefan Diez
DESIGN-IKONEN Ikonographie „Made in Germany“:
von admin
26. Januar 2012
An wegweisendem Design aus Deutschland herrscht kein Mangel. Im Gegenteil. Vergangene Traditionen wie das Bauhaus werden in die Gegenwart überführt, und jüngere Designer tragen ihren Teil zur modernen Möbelgestaltung bei. Motto: Vielfalt statt Einfalt. Unsere Liste zeigt eine kleine Auswahl älterer und neuerer Designer und Entwürfe, die allesamt stilprägend waren oder sind und dem Design „Made in Germany“ zu seinem hervorragenden Ruf verholfen haben.
Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) ist der Grandseigneur des Funktionalismus. Seine Bauten aus Stahl und Glas – etwa das Seagram Building in New York oder die Berliner Nationalgalerie – sind Wegmarken moderner Architektur. Van der Rohes legendäre Möbelentwürfe entstanden als „Nebenprodukt“ seiner Bauaufträge.
Barcelona Chair für Knoll International
Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) zählt zu den Pionieren des Industriedesigns. Der spätere Bauhausschüler absolvierte zunächst eine Lehre im Zeichenbüro der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte zwischen 1919 und 1922 die Zeichenakademie in Hanau. Für Wagenfeld stand nie „seine“ Entwurfsidee, sondern der Nutzen für den Käufer im Mittelpunkt. Seine überaus langlebigen Produkte sind zu Design-Klassikern avanciert.
WG24 für Tecnolumen
Marcel Breuer (1902-1981), Architekt und Designer, absolvierte eine Tischlerlehre am Bauhaus Weimar und arbeitete für Walter Gropius, bevor er sich selbstständig machte. Seine Stahlrohrmöbel und seine funktionalistischen architektonischen Arbeiten machen ihn zu einem der bedeutendsten Gestalter der Moderne.
S 64 für Thonet
Egon Eiermann (1904-1970) gilt als wichtiger Architekt der bundesdeutschen Nachkriegsmoderne – vor allem durch den Neubau der Berliner Gedächtniskirche und das Bonner Abgeordnetenhochhaus („Langer Eugen“). In diesem Kontext sind auch viele seiner Möbelentwürfe aus Sperrholz und Korbgeflecht.
SE 18 für Wilde + Spieth
Dieter Rams (*1932) studierte Architektur und Innenarchitektur an der Werkkunstschule Wiesbaden. Von 1961 bis 1991 ist er Chefdesigner bei Braun und entwirft zahlreiche Elektrogeräte, die heute zu Klassikern geworden sind. Rams revolutionierte das deutsche Produktdesign. Durch seine Arbeiten, Lehraufträge und durch seine „Zehn Regeln für gutes Design“ ist sein Einfluss bis heute ungebrochen.
606 für sdr+
Richard Sapper (*1932) studierte Philosophie, Grafik, Ingenieurwesen und Volkswirtschaft und ging 1958 nach Italien, wo er die Designszene 40 Jahre lang prägte. Sein Œuvre reicht von Möbeln über Unterhaltungselektronik bis zu Haushaltsgeräten. Neben verschiedenen Lehrtätigkeiten ist Sapper seit 2001 Mitglied der Akademie der Künste.
Tizio für Artemide
Axel Kufus (*1958) fertigte in den 1980er-Jahren experimentelle Objektcollagen und galt deshalb lange Zeit als „Enfant Terrible“ der deutschen Designszene. Der Schreiner mit Meisterbrief und studierte Designer ist heute Professor an der Universität der Künste Berlin und lehrt „Entwerfen und Entwickeln im Design“.
FNP für Nils Holger Moormann
Konstantin Grcic (*1965) studierte Industriedesign am Londoner Royal College of Art und arbeitete für Jasper Morisson. 1991 gründete er sein Büro in einem Hinterhof in München, das bis heute zugleich Atelier und Werkstatt ist. Sein Credo: einfach, wesentlich, eigensinnig. Dessen Umsetzung in Produkte macht ihn zu einem der einflussreichsten zeitgenössischen Designer aus Deutschland.
Chair One für Magis
Markus Jehs (*1965) und Jürgen Laub (*1964) lernten sich bei der Aufnahmeprüfung der Hochschule Schwäbisch Gmünd für den Studiengang Industriedesign kennen. Nach bestandenem Diplom gründeten sie 1994 ihr eigenes Studio in Stuttgart und entwerfen seither unter dem Namen Jehs + Laub u.a. Leuchten und Möbel für verschiedene Hersteller. Ihre Entwürfe zeichnen sich durch Funktionalität, Klarheit und fantasievollen Materialeinsatz aus.
Space Lounge Chair für Fritz Hansen
Stefan Diez (*1971), der Senkrechtstarter der deutschen Designszene, studierte Industriedesign an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zwischen 1996 und 2002 war er zunächst Assistent von Richard Sapper, später von Konstantin Grcic, bevor er 2003 sein eigenes Büro eröffnete. Zahlreiche Preise und Ausstellungen begründeten sein internationales Renommee.
404 für Thonet