„Swiss made“ steht für Funktionalität und reduziertes Design. Teil I unserer neuen Serie über Schweizer Design präsentiert Wogg – einen Möbelhersteller mit feinem Gespür für innovative Handwerkskunst.
Das gabs noch nicht: Sie kaufen im Internet eine Billigkopie und der Hersteller tauscht sie kostenlos gegen das Original ein!
Sale 2012 – Fantastic Plastix – jeden Samstag ein Bürgersteig voller reduzierter Ware.
Wer seinen Besuchern in Museen, Galerien und anderen Kultureinrichtungen ungetrübte Blicke auf Kunstgegenstände ermöglichen will, kann mit entsprechendem Sitzmobiliar die Voraussetzungen für entspanntes Verweilen schaffen. Wir haben ein paar Ideen, damit das auch wirklich gelingt.
So unentbehrlich wie ein guter Bürostuhl ist ein guter Schreibtisch. Damit Sie wissen, woran man sitzt, haben wir sechs Tipps für den richtigen Büroschreibtisch für Sie zusammengestellt.
Swiss Design II
von Klaus Seydlitz
12. Dezember 2012
„Nur den Einfall braucht es!“ Ganz funktional in Schweizer Tradition präsentiert sich der Möbelhersteller aus der Nähe von Zürich im zweiten Teil unserer Serie über Schweizer Qualitätsdesign.
„Nur den Einfall braucht es!“, brachte es Kurt Thut einst auf den Punkt. Und Einfälle hatte der renommierte Schweizer Designer zu Hauf. Nach seinem Abschluss an der Kunstgewerbeschule in Zürich war der gelernte Schreiner zwei Jahre beim bekannten “Bauhäusler” Hans Fischli tätig, bevor er 1961 sein eigenes Architektur- und Innenarchitekturbüro eröffnete. Schon bald zählte er zusammen mit Willy Guhl, Robert Haussmann und Hans Eichenberger zur Schweizer Avantgarde. Dabei stand er stets in engem Kontakt mit seinem Vater Walter Thut, der seit 1929 selbstständig eine Schreinerei betrieb. Bereits 1953 veränderte sich durch den Einfluss und die neuen Entwürfe des Sohnes dessen Möbelprogramm grundlegend. Nach der Übernahme 1976 gründete Kurt Thut die Thut AG – und aus der kleinen Schreinerei entwickelt sich im Laufe der Jahre eine international anerkannte Manufaktur für Möbelentwicklung.
Spielerisch und innovativ
Der Einfluss von Kurt Thut bewirkte die zunehmend konstruktive und kreative Verwendung neuer Materialien und Technologien. Unter dem Markennamen „Thut Möbel“ vertrieb das Unternehmen nun auch international Kollektionen, die sich durch eine klare Reduktion auf brauchbare, erfinderisch konstruierte und innovativ funktionierende Möbeltypen auszeichneten. Dabei beschränkt sich die Produktion nicht nur auf Holz. Zu den bekanntesten Projekten zählen unter anderem der Aluminiumschrank 380, sowie das verstellbare Scherenbett und das faltbare Scherenregal, deren Entwicklung auf langjährige Entwicklungsprozesse und zahlreiche Prototypen zurückgeht. Die spielerischen Lösungen mit hohem Wiedererkennungswert machen die Möbel zu Klassikern der Schweizer Designgeschichte.
Kurt Thut verstarb am 21. März 2011 kurz vor seinem 80. Geburtstag. Seine Söhne Benjamin und Daniel Thut führen das Familienunternehmen bis heute erfolgreich weiter. Und ganz im Sinne des Vaters entstehen hier in der flexiblen Fabrikations- und Montagewerkstatt weiterhin hochwertige Qualitätsmöbel, die im Dienste der Nützlichkeit stehen – und vor allem durch eines Überzeugen: viel Einfallsreichtum.

WERKZEUG-SCHRANK 490 Eine Schrankkreation entworfen nach dem Klappmechanismus der Werkzeugkiste, die auch als Namensgeber fungierte. Dank Rollen lässt er sich federleicht je nach Bedarf platzieren und ist sowohl als Home-Office, Kleider- oder Aktenschrank einsetzbar.

DREHKLAPP-TISCH 511 Im Handumdrehen kann dieses Thut-Möbel durch Drehen und Aufklappen seine Größe verdoppeln und bietet so Platz für zwei bis acht Personen. Dabei definiert die Verbundplatte mit solider Kunstharzbeschichtung seine Form, die sich dank eines zentrierten Drehpunkts flexibel bewegen lässt.

KLEIDERSTÄNDER 107 Stummer Diener: Die klappbare Ausziehhilfe für Frauen und Männer ist allzeit bereit und lässt sich nach Gebrauch wieder Platz sparend verstauen. Es gibt sie wahlweise in Buche natur oder schwarz lackiert.

SCHEREN-BETT 990 Ein außergewöhnlicher Bettrost kreiert nach dem Schergitter-Prinzip. Dadurch ist es stufenlos verstellbar und erlaubt die Anwendung nahezu aller handelsüblichen Matratzen. Zudem lässt es sich zusammengefaltet mühelos transportieren und verstauen.


FOLIEN-SCHRANK 385 Ein absolutes Leichtgewicht – diese Konstruktion aus Buche kombiniert mit Segeltuch bringt gerade einmal 26 kg auf die Waage. Kleiderstangen, Garderobenauszüge, Tablare und Drahtkörbe lassen sich ganz individuell je nach Bedarf einsetzen.

SCHEREN-TISCH 500 Nur einen Handgriff braucht es, um den Tisch Platz sparend zusammenzuklappen. Er lässt sich so hervorragend verstauen und ist jederzeit einsatzbereit.
FORMVOLLENDET FUNKTIONAL
von Klaus Seydlitz
12. Oktober 2012
SWISSNESS I
„Swiss made“ steht für Funktionalität und reduziertes Design. Teil I unserer neuen Serie über Schweizer Design präsentiert Wogg – einen Möbelhersteller mit feinem Gespür für innovative Handwerkskunst.
![Wogg[1]](http://www.seydlitz.de/wp-content/uploads/2012/10/Wogg1.jpg)
Mit Taschenmessern und Uhren haben die Schweizer vorgemacht, wie erfolgreich funktionales und reduziertes Design sein kann – und wie zeitlos elegant. Das gilt genauso für viele Möbelunternehmen. Hier ist der Begriff „Swiss made“ Sinnbild für einen konsequent gelebten Manufakturgedanken: Mit handwerklicher Präzision, hochwertigen Materialien und einer hohen Fertigungstiefe entstehen einmalige Designlösungen, die weltweit geschätzt werden. So auch beim Möbelhersteller Wogg aus dem beschaulichen Baden-Dättwil im Kanton Aargau.
Innovation und Emotion
1983 gründeten die Cousins Willi und Otto Glaeser ein Möbel-Label mit der Vision, eine eigenständige Kollektion zu entwickeln und diese unter einem neuen Marken-Namen industriell zu fertigen und zu vertreiben. Sie fügten ihre Initialen zur Marke Wogg zusammen. Mit sieben Produkten betraten sie zunächst die Schweizer Möbelszene – bereits ein Jahr später waren ihre Ideen etabliert und fanden international Beachtung. Mittlerweile werden ihre Objekte in über 30 Ländern vertrieben. Innovation, Emotion, Neugier und die Lust am Erschaffen sind die Antriebsfedern von Wogg.
Der Weg: Die Verarbeitung hochwertiger und außergewöhnlicher Materialien mit präzisen, selbst entwickelten Arbeitstechniken. Von Beginn an arbeitet das Unternehmen mit namhaften Designern wie Hans Eichenberger oder Trix und Robert Haussmann zusammen. In den letzten Jahren kamen Designer wie Jörg Boner, Atelier Oï, Alfredo Häberli oder Christophe Marchand hinzu. Von der Ideenskizze bis zum fertigen Objekt bindet Wogg alle Beteiligten in den Arbeitsprozess ein.
![54_Wogg[1]](http://www.seydlitz.de/wp-content/uploads/2012/10/54_Wogg1.jpg)
WOGG 54 Dieser Schreibtisch von Christophe Marchand überzeugt durch seine schlichte Art und überrascht mit technischer Raffinesse. Elegante Boxen können präzise in die Nischen eingesetzt werden und dienen als Behälter für Schreibutensilien und andere Kleinigkeiten des Alltags.
![13_Wogg[1]](http://www.seydlitz.de/wp-content/uploads/2012/10/13_Wogg1.jpg)
WOGG 13 Eine multifunktionale und drehbare Indoor-Litfasssäule (Design: Hans Eichenberger). Sie kann als Plakatwand, Flipchart oder Infotafel gebraucht werden. Und auch das Innere ist vielseitig nutzbar als Ablage im Büro, Stauraum in der Küche oder im Kinderzimmer und mit der Klappe als Messestand oder Kundenstehpult.
![10_Wogg[1]](http://www.seydlitz.de/wp-content/uploads/2012/10/10_Wogg1.jpg)
WOGG 10 Unmittelbar und minimal: Bei dieser Regalkonstruktion (Design: Adrian Meyer) wird ein keilförmiges Aluprofil in eine Trägerschiene eingehängt, die an der Wand befestigt ist. Mit zwei Tiefen und fünf Standardlängen ist „Wogg 10“ für Büro, Bibliothek und Zuhause geeignet.